Seit über einem Jahrhundert: vier Generationen Leidenschaft, Beständigkeit und harte Arbeit. Eine Geschichte der Tradition mit einem steten Blick auf die Zukunft.


Die Ursprünge

Marrone Gian PieroEhrgeiz zur Verbesserung ohne Kompromisse

Marrone Pietro wurde 1887 geboren, seine Familie baute bereits Weintrauben an. Schon als junger Mann ist er leidenschaftlich und ehrgeizig dabei, er will, dass die Trauben seiner Familie die schönsten des Dorfes sind.
1910, mit 23 Jahren, bittet er seinen Vater Edoardo, einige Lagen mit damals revolutionären Techniken bebauen zu dürfen: Er verringert den Ertrag, um die Qualität zu verbessern, und sät keinen Weizen zwischen die Rebstöcke, was damals übliche Praxis war. Natürlich werden die Trauben der Familie die schönsten des Dorfes und nach und nach werden alle Rebgärten auf die moderne Erziehung umgestellt.


Die zweite GenerationCarlo Marrone

Beständigkeit, Durchhaltevermögen und Glauben an die Entwicklung des Barolo

1924 wurde Carlo geboren. Gemeinsam mit seinen Brüdern Paolo und Michele und der Schwester Mariuccia hilft er Vater Pietro, den Betrieb sowohl quantitativ wie qualitativ zu erweitern.
Leider kommt der Zweite Weltkrieg und damit eine Zeit der erzwungenen Entfernung von den Reben und der Familie. Nach dem Krieg nimmt Carlo mit noch größerer Leidenschaft seine Arbeit im Weinberg und im Keller wieder auf. Die Weine werden immer besser und vorzüglicher, einige sogar „Pichemej“ („Besser als die besten“ im piemontesischen Dialekt), wie Pietro sie gerne nannte, wenn es ganz große Weine wurden. Das Weingut wird immer schöner und wird im Dorf „Cascina Carlot“ genannt, das Gut von Carlo.


Die dritte Generation

Harte Arbeit und Ehrgeiz zur Erweiterung und zum Schritt in die Welt

1955 wurde Gian Piero geboren. Die Winzer-Gene hat er als Erbgut in der DNA, also widmet auch er sich nach dem Abitur der Weinerzeugung mit derselben Passion wie sein Vater und mit einem Traum, der Tag für Tag mehr verwirklicht wird: die Weine in alle Welt zu bringen.

Die Zeit ist da, Weinlagen mit einheimischen weißen Reben zu bepflanzen: Arneis, Favorita, Moscato, und dazu wie früher Barbera, Dolcetto, Nebbiolo und Nebbiolo für Barbaresco und Barolo.

Marrone Giampiero
Sohn von Carlo, Enkel von Pietro, dem Gründer des Betriebs. Chemiker mit Schwerpunkt Landwirtschaft. Jahrgang 1955. Kann auf bereits 44 Weinlesen als Verantwortlicher des Weinkellers zurückblicken.
„Ich denke gern, dass ich der Hüter der Erfahrung von drei Generationen bin – nicht als Einschränkung für die Innovation, sondern als Garant für die Werte und Traditionen, die von der Technik zur Geltung gebracht und nicht ihrer Persönlichkeit beraubt werden müssen.
Ich bin im Leben umgeben von Frauen (eine Ehefrau, drei Töchter, zwei Enkelinnen und mehrere Mitarbeiterinnen), wenn Sie sich nun fragen, ob ich mich als der glücklichste Mann der Welt fühle oder als der bedauernswerteste, antworte ich ohne zu zögern: der glücklichste!
Meine größte Freude: meine drei Töchter um mich zu haben, die entschlossen sind, die Tradition und Leidenschaft unserer Familie fortzusetzen.
Der Wein, in dem ich mich am meisten erkenne: Sancarlo, der meinem Vater Carlo gewidmet ist. Er hatte vor 40 Jahren das Potential eines Verschnitts von Nebbiolo, Barbera und Dolcetto erahnt, bei dem, wie er sagte, ‚einer dem anderen hilft‘.“


Giovanna: Sie wird liebevoll „Mamma Giovanna“ genannt und bildet den Mittelpunkt der Familie, die inzwischen auch die Enkelinnen umfasst.

Sie ist nüchtern und wortkarg, man sieht sie nicht oft, aber sie ist es, die alle «nährt», und nicht nur, weil sie eine hervorragende Köchen ist.

Mamma Giovanna

Die vierte GenerationSorelle Marrone

Der Ehrgeiz, mit der Tradition im Herzen in die Zukunft zu blicken

Die drei Töchter von Gian Piero – Denise, Serena und Valentina – stehen ihm auf dem Weg zu immer ehrgeizigeren Zielen zur Seite.
Valentina ist die Önologin der Familie und beschreitet jeden Tag mit Leidenschaft und Hartnäckigkeit den Weg der Qualität.
Serena befasst sich mit der Verwaltung und den Auslandsmärkten; sie ist das Herz der ganzen Betriebsorganisation.

Denise ist das Gesicht der Gastlichkeit im Weingut, unterstützt von Mamma Giovanna in der Küche und einem dynamischen, sachkundigen Team. Außerdem kümmert sie sich um die deutschsprachigen Märkte.
Seit vielen Jahren gehört auch Serenas Mann Marco zur Familie, der einige der wichtigsten Auslandsmärkte des Betriebs wie Niederlande, Belgien, Amerika und China betreut.